Gast des Monats

Monatlich wählen die Schlossgeister die Gäste des Monats. Sie werden sich fragen, wie wird Mann oder Frau denn “Gast des Monats”?. “Das Trinkgeld ist nicht entscheidend, aber hilft”, nein, – wir nominieren jene Gäste für die Auszeichnung welche einfach super-genial sind.

Was glauben Sie, nach welchen Kriterien sollte ein Gast des Monats gewählt werden? Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

…noch eine Hochzeit

Gesellschaftsspiele an Hochzeiten haben eine  lange Tradition uns sehr mehr oder weniger beliebt. Als Hotelier kennen Sie alle Spiele und auch sämtliche Bands und Alleinunterhalter der Region. An diesem Abend war aber eine besondere Einlage geplant. Die Freunde des Bräutigams hatten heimlich in der Küche der Wohnung ein Mikrofon installiert. Gekonnt spielten Sie immer wieder Gespräche vom Küchentisch der Hochzeiter ein und sagten immer das entsprechende Datum dazu, wie viele Tage es vor der Hochzeit war. So auch bei der Szene, wo klar zu hören war, dass die Beiden sich sehr nahe kamen. Das Stand plötzlich der Bräutigam auf, ging zum Mikrofon und sagte, dass er in dieser Zeit auf Geschäftsreise im Ausland war…ups.

Der Wein der korkt….

Der Firmengast hat Gäste geladen und bestellt einen Weißwein von unserem Winzer aus der Nachbarschaft, ein gutes Tröpfchen und schnell wird klar, dieser Gast ist ein Weinkenner, er berichtet von seinen Exkursionen, Weinproben mit den Größen des Rebensaftes, seinem Weinkeller und seinem Fachwissen. Er probiert fachmännisch den Wein, schaut den Kellner an und berichtet diesem dass dieser Wein eine „Fehlnote“ hat, er korkt. Kein Problem eine neue  Flasche wird geöffnet und  an den Tisch gebracht. Der Gast sagt, dass er die Flasche nicht trinkt, wenn diese nicht am Tisch geöffnet wird und er nochmals erwähnt, dass die letzte Flasche nicht trinkbar war.

Der Kellner wollte es vermeiden, doch als er die Flasche am Tisch öffnen musste, sahen alle Gäste, dass es ein Glasverschluss war, wie er heute oft bei Weinen verwendet wird. Und der einzige Kork, welchen dieser Wein je gesehen hatte, evtl. der Bodenbelag in der Wohnung  beim Winzer war.

B-Promis….

Es ist wieder soweit  die Reste einer vor 20 Jahren bekannten Band geben ein Stell-Dich-Ein in der Metropole des Pop und Rock in der Messehalle in Friedrichshafen. Die Künstleragentur, welche die Buchung vornahm war sichtlich aufgeregt und für die Agentur, welche Ihren Firmensitz in einem 400 Seelen-Dorf bei uns in der Region hat, war dieser Auftrag sicherlich der Höhepunkt der bisherigen Firmengeschichte.

Zuvor waren dort nur Bands wie z.B. „Speck und Schmalzbrot“ unter Vertrag. Die Liste mit Sonderbestellungen war länger als bei Robbie Williams. Angefangen von baked beans bis zu abgeklebten Fensterscheiben (wird immer mit Alufolie gemacht, damit garantiert kein Licht hinein kommt), war alles auf der Liste, was so ein Star gerne hat. Nur die Carrera-Rennbahn fehlte dieses Mal, diese wurde bei und von der letzen Größe der Rockmusik angefordert.

Das Konzert vor ca. 342 zahlenden Zuschauern war laut Aussage des Tour-Agenten ein voller Erfolg und die Band musste sich entsprechend erholen. Gegen Mittag wollten wir die Zimmer reinigen und baten den Agenten darum seine Stars aus dem Schlummer zu holen. Beim anklopfen reagierte niemand und wir rechneten mit dem Schlimmsten. Mit dem Notschlüssel versuchten wir die Türe zu öffnen, kein Erfolg diese war blockiert. Also Leiter ausfahren und in das 1. OG einsteigen, durch die Alufolie blieb uns der Blick verwehrt. Ein Fenster  war gekippt und wir konnten dieses öffnen. Was wir nun vorfanden wollen wir ihnen nicht im Detail erläutern, nur so weit. Die Bohnen müssen sie noch versucht habe zu essen, der Whiskey war leer, der Gin auch und in der Badewanne lagen die Stars. … wie werden Sie sich Fragen ? – die gute Nachricht – sie lebten.

… wir werden ihn nie vergessen…

Wieder einmal eine Hochzeit  – ein toller Sommertag alles war bestens, die Stimmung unter den Gäste ausgelassen und alle dachten wir – tolle Hochzeit. Gegen 23 Uhr beschwerte sich der Gast aus Zimmer 716 über den Lärm und dass seine Frau nicht schlafen kann. Wir informierten ihn, dass die Hochzeit bis 01 Uhr feiern wird und baten umgehend ein anderes Zimmer an, welches er ablehnt. Um 23:30 Uhr nochmaliger Anruf an der Rezeption, wir schlossen die Fenster vom Veranstaltungsraum und hofften, dass die Lärmbelästigung für den Gast nun erträglich war. Aus dem nichts stand „er“ aus Zimmer 716 im Raum, mit Jogginghose und Unterhemd – schrie nur Ruhe! Ging zum Ehrentisch und riss an der Tischdecken, Gläser fielen, Kerzenleuchter, Teller, Rotwein spritze noch in der Sekunde des Schocks machte „er“ sich auf den Rückzug. Einer meiner großen Schlossgeister hielt die Männer der Hochzeitsgesellschaft davon ab, den Mann zu verfolgen und verhinderte so schlimmeres. Die Stimmung war natürlich mehr als dahin. Auch die Versuche des Bräutigams dies als besondere Einlage von seinen Freunden zu tarnen blieb ohne Erfolg. Um 07 Uhr am Morgen klopfte ich bei „ihm“ von Zimmer 716 an der Türe und bat um ein sofortiges Gespräch. Ich legte klar, dass er noch 30 Minuten Zeit hat das Haus zu verlassen, legte die Rechnung für die zerbrochenen Gläser, Teller etc. vor und fragte was in dazu bewegt hat so zu reagieren. „Meine Frau – sie hat mich wahnsinnig gemacht, mach doch nun etwas – meine Migräne, mach doch etwas  -ich kann nicht schlafen und nach 2 Stunden bin ich einfach ausgerastet“, antwortete er mir mit leiser Stimme.

Warum ruft mich keiner an…..

Über Fundsachen hatten wir bereits umfangreich geschrieben, hatten jedoch vergessen zu erklären, weshalb so viel in Hotel liegen bleibt. Klar, weil die Gäste es vergessen mit zu nehmen. Aber warum rufen viele Hotels die Gäste dann nicht einfach an und sagen es?.. Ganz einfach, weil wir in der Berufsschule die Geschichte erzählt bekommen vom Hotelier, der den Gast angerufen hat, dessen Frau am Telefon war und als dieser sagte, dass Herr xy seinen schönen Rasierapparat im Hotel in Ravensburg vergessen hat, fragte diese „wie? Ravensburg – wann soll er dort gewesen sein“… dass diese Geschichte nicht gut ausging ist jedem Ehepartner klar. Aus diesem Grund verzichten seither viele  Hotels darauf, ihre Gäste zu informieren wenn Sie als Gast etwas vergessen haben. Wir haben uns angewöhnt unsere Gäste beim ersten Besuch zu fragen, ob wir Fundsachen nachsenden dürfen. Und viele Gäste fragen uns dann, weshalb wir zuerst nachfragen. Nach der Geschichte mit Mann im Hotel in Ravensburg ist alles klar und der Gast geht mit einer neuen Geschichte aus dem Hotelleben. Wir fragen jedoch nicht weiter nach, sollte der Gast keine Rücksendung der Nachnahme wünschen……

Die Brautentführung…..

Die Hochzeitsgesellschaft hatte gerade das Menü abgeschlossen, als plötzlich der Brautstrauß fehlte und die Braut dazu. Die Trauzeugen nahmen sofort die Verfolgung auf, konnten die Braut jedoch nicht entdecken. Erst nach ca. 2 Stunden kam die Braut mit Ihren Entführern zurück. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, war das mit der Treue nicht eine Tugend der Braut….

Auch schon ungewöhnliche Hochzeiten erlebt?

Armer Ferrari-Pilot…..

lang ist es her, in Friedrichshafen gab es noch die Deutsche BA und das Catering für die Flugzeuge wurde am Morgen bei uns in Gerbertshaus in der Küche abgeholt. Die Piloten kamen nach Dienstschluss oft zu uns und endlich konnte sich einer der jungen Piloten und selbsternanntes Fliegerass seinen Traum vom Ferrari verwirklichen, dies wurde auch entsprechend gefeiert. Am nächsten Tag war die Straße wohl etwas glatt der Ferrari kaputt. Die Vollkasko zahlt übrigens nicht, denn die Reifen waren abgefahren. Der Ferrari-Pilot wusste dies, hatte aber laut eigener Aussage kein Geld mehr für den Reifen. Blöd…

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die falsche Türe…..

Die Tagung ist vorüber, die Gäste gönnen sich ein leckeres Abendessen und vergnügen sich dann an unseren regionalen Schnäpsen. Wie wir in den vergangenen Jahren bereits festgestellt haben, hat der Teufel eine Brennerei und macht Schnaps. Die Wirkung ist teilweise wirklich teuflisch. So auch an diesem Tag und wir waren froh, als alle Gäste gut in Ihren Zimmern gelandet sind.  Tief in der Nacht reisten 2 Gäste aus Norwegen an und setzten sich noch kurz  in den Hotelempfang, bevor Sie auch in Ihren Zimmer gehen wollten. Auf dem Weg dorthin hörten Sie ein leises rufen „hello“. Sie gingen in Richtung dieser Stimme und entdecken einen splitternackten Mann, welche etwas zusammengekauert vor seine Zimmertür ausharrte. Der Schnaps hatte seine Orientierung etwas geblendet und als der Gast  auf die Toilette wollte, erwischte dieser die falsch Tür. Bevor er es realisierte viel die Türe zu und „dumm gelaufen“. Bei einem Kollegen konnte und wollte er nicht anklopfen, denn er war neu in der Firma. Die beiden Norwegischen Finder – gingen zur Rezeption und meldeten der dortigen Rezeptionistin, dass ein Gast sich ausgeschlossen hat und bietet, dass er wieder in sein Zimmer gelassen wird. Sofort machte sich die Rezeptionistin auf den Weg, die beiden Norweger hinterher….Sie hatten wohl vergessen zu erwähnen dass der Mann nackt war….ups – doch aufgrund des Norwegischen Lachens,  als die Rezeptionistin den Mann entdeckten war alles klar.

Achtung die Kollegen kommen….

40 Kollegen aus dem Schwarzwald hatten sich zur Hotelbesichtigung und zu einem Kurzvortrag über Servicequalität bei uns angemeldet. Dies ist einer der Tage, wo man mit einem flauen Gefühl im Magen aufsteht und nur hofft, dass an diesem Tag alles gut geht. Bei der Hausbesichtigung krochen die Hotel-Kollegen teilweise auf allen Vieren durch das Zimmer, auf der Suche nach Staub oder einem Haar, jeder Bilderrahmen wurde inspiziert und jede Ecke auf kleine, glänzende Fäden untersucht. Alles lief glatt, keine hatte Mängel entdeckt und innerlich jubelte ich. Beim Mittagessen gab es „Gaszpacho“ eine sommerliche Gemüsesuppe aus Andalusien. Die Gäste begannen zu essen und plötzlich erhob einer der Kollegen laut seine Stimme und sagte, dass seine Suppe eiskalt wäre. Es war auf einen Schlag für kurze Zeit sehr still, denn der sich beschwerende Mann hatte einen guten Resonanzkörper. Nach 2-3 Sekunden absoluter Stille, explodierten einige der Kollegen förmlich und brüllten lautlachend los. Warum? – Gaszpacho ist eine kalte Gemüsesuppe, welche gerne an heißen Sommertagen, wie jenem im August, serviert wird.